Die Grotte von Domme

2017-11-13T10:01:46+00:00 21 Oktober 2017|

Ein Dorf auf Tropfstein gebaut

Die Form des Felsplateaus in rund einhundertfünfzig Metern Höhe über der Dordogne bestimmte die Planung von Domme. Beim Bau der Bastide Ende des dreizehnten Jahrhunderts ahnten die Bauherren nicht, dass sich unter den Häusern, Straßen und Wegen ein ausgedehnter Hohlraum befindet. Im Jahr 1912 stolperten zwei Kinder, im Steilhang auf der Jagd nach Vögeln, zufällig in ein Loch im Felsen mit dahinter verborgenen Hohlräumen. Die Entdeckung entpuppte sich als die größte natürliche Grotte des Périgord Noir. Heute gelangt man durch einen eigens angelegten Eingang unterhalb der aus dem siebzehnten Jahrhundert stammenden Markthalle in die Höhle. Geschickt angebrachte Lichtquellen lassen die bei absoluter Dunkelheit gewachsenen Skulpturen im Auge des Betrachters Form annehmen. Unzählige Stalagmiten und Staktiten, an einigen Stellen zu Säulen, zu Stalagnaten vereinigt, haben sich innerhalb von Jahrtausenden gebildet. Die Höhle erstreckt sich leicht abschüssig auf einer Länge von rund fünfhundert Metern […]

Das Château de Hautefort

2017-10-14T16:52:36+00:00 14 Oktober 2017|

Eine Schloss mit turbulenter Geschichte

Wer so durch das Grenzgebiet von Périgord Blanc und Périgord Vert fährt und das Glück hat, auf einer ganz bestimmten Straße an einem ganz bestimmten Punkt vorbeizukommen, dem eröffnet sich ganz plötzlich ein imposantes Bild: Hoch auf einem Plateau oberhalb eines Dorfes thront eine mächtige Burganlage. Oder ist es ein Schloss? Wer das sieht, muss der Sache auf den Grund gehen. Auf den Grund schon deswegen, weil das zugrunde liegende Dorf eines ist, das man sich genau so vorstellt, als eines, das von einer Burg und seinen Herren dominiert wird. Man schaut nach oben und wird vom Ausdruck der Macht einer auf Felsen hochgezogenen Burgmauer beeindruckt.

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In Stein gehauenes Monument

2017-10-10T15:54:20+00:00 1 Oktober 2017|

Die Felsenkirche in Aubeterre-sur-Dronne

Die Rue Saint-Jean schlängelt sich in den hoch über dem Tal des Flüsschens Dronne thronenden Ort Aubeterre-sur-Dronne. Kurz nach dem Passieren des Ortsschildes fällt auf der rechten Seite ein Vordach ins Auge. Es schützt einen in den Felsen gehauenen Eingang, der nicht im Entferntesten ahnen lässt, was sich dahinter verbirgt: Der Besucher wird auf einem Holzsteg in das Innere des Felsens geleitet, wo er sich ungläubig umschaut und den Blick in die Höhe richtet. Er befindet sich im Inneren einer Kirche. Siebzehn Meter hoch, siebenundzwanzig Meter lang und sechzehn Meter breit ist sie die größte in Stein gehauene unterirdische Kirche Frankreichs.

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Im Süden der Bretagne

2017-08-11T23:30:40+00:00 28 Juni 2017|

Auf den Spuren von Jean-Luc Bannalec

Es wäre frech gelogen, zu behaupten, die Kriminalromane von Jean-Luc Bannalec hätten nichts damit zu tun gehabt, den Süden der Bretagne zu inspizieren. Ich will mich hier auch nicht über den Autor und dessen Pseudonym auslassen, jedoch betonen, wie sehr diese Bücher dazu beigetragen haben, interessante Gegenden zu finden und auf ebenso interessante Menschen zu treffen. Der vorliegende Bericht ist die Fortsetzung von „Bretagne – eine Reise in die Vergangenheit“. Das heißt, wir sind direkt von St.-Pol-de-Léon nach St.-Gildas-de-Rhuys gefahren in der Annahme, von hieraus auf kurzen Wegen diejenigen Orte, die Bannalec beschreibt, besuchen zu können. Zumindest die kurzen Wege sollten sich als großer Irrtum erweisen.

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Bretagne – Reise in die Vergangenheit

2017-08-23T15:43:09+00:00 26 Juni 2017|

Im Land von Asterix und Obelix

Die Bretagne mit ihrem „Ende der Welt“ (Finistère – Finis Terrae), wie die Römer das Land bezeichnet haben, überrascht in allen ihren Facetten. Das fängt beim Klima an und hört bei den Wetterkapriolen nicht auf. Die Bretonen haben nicht nur eine eigene Sprache, sie können auch auf eine lange und interessante Geschichte zurückblicken. Wer die oft unberechenbaren Unwetter ignorieren kann, kräftigen Wind liebt und mit einfachem, meist meerbasiertem Essen zufrieden ist, der fühlt sich in der Bretagne mit seinen phantastischen Küstenlandschaften bestens aufgehoben.

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