Amsterdam Machsor kehrt heim

2017-12-13T10:38:16+00:00 13 Dezember 2017|

Jüdischem Museum in Köln gelingt Sensationskauf

Vier Millionen Euro hat es gekostet – nach Einschätzung der mit dem Wertgutachten des Amsterdamer Machsor beauftragten Judaistik-Spezialistin Lucia Raspe ein Schnäppchen. Von besonderer Bedeutung ist die unzweifelhaft belegte Kölner Herkunft des Gebetbuches. Gemeinsam mit dem Joods Historisch Museum in Amsterdam hat das „MiQua. LVR-Jüdische Museum im Archäologischen Quartier Köln“ das Amsterdam Machsor der Jüdischen Gemeinde Amsterdam abgekauft. Erleichtert wurde die Finanzierung durch großzügige Fördergelder namhafter Stiftungen, aus der Wirtschaft und aus privaten Quellen. Im Auditorium des Joods Historisch Museum in Amsterdam wurde heute der Machsor im Rahmen eines feierlichen Festaktes vor Ort präsentiert und ausführlich erläutert. Für das MiQua ist das ein Einstand ganz nach Maß, befindet sich doch das Museum erst im Aufbau. Es soll voraussichtlich im Jahr 2021 eröffnet werden.

[…]

Das Château de Hautefort

2017-10-14T16:52:36+00:00 14 Oktober 2017|

Eine Schloss mit turbulenter Geschichte

Wer so durch das Grenzgebiet von Périgord Blanc und Périgord Vert fährt und das Glück hat, auf einer ganz bestimmten Straße an einem ganz bestimmten Punkt vorbeizukommen, dem eröffnet sich ganz plötzlich ein imposantes Bild: Hoch auf einem Plateau oberhalb eines Dorfes thront eine mächtige Burganlage. Oder ist es ein Schloss? Wer das sieht, muss der Sache auf den Grund gehen. Auf den Grund schon deswegen, weil das zugrunde liegende Dorf eines ist, das man sich genau so vorstellt, als eines, das von einer Burg und seinen Herren dominiert wird. Man schaut nach oben und wird vom Ausdruck der Macht einer auf Felsen hochgezogenen Burgmauer beeindruckt.

[…]

In Stein gehauenes Monument

2017-10-10T15:54:20+00:00 1 Oktober 2017|

Die Felsenkirche in Aubeterre-sur-Dronne

Die Rue Saint-Jean schlängelt sich in den hoch über dem Tal des Flüsschens Dronne thronenden Ort Aubeterre-sur-Dronne. Kurz nach dem Passieren des Ortsschildes fällt auf der rechten Seite ein Vordach ins Auge. Es schützt einen in den Felsen gehauenen Eingang, der nicht im Entferntesten ahnen lässt, was sich dahinter verbirgt: Der Besucher wird auf einem Holzsteg in das Innere des Felsens geleitet, wo er sich ungläubig umschaut und den Blick in die Höhe richtet. Er befindet sich im Inneren einer Kirche. Siebzehn Meter hoch, siebenundzwanzig Meter lang und sechzehn Meter breit ist sie die größte in Stein gehauene unterirdische Kirche Frankreichs.

[…]