Home 2017-08-11T22:56:18+00:00

Amsterdam Machsor kehrt heim

Jüdischem Museum in Köln gelingt Sensationskauf

Vier Millionen Euro hat es gekostet – nach Einschätzung der mit dem Wertgutachten des Amsterdamer Machsor beauftragten Judaistik-Spezialistin Lucia Raspe ein Schnäppchen. Von besonderer Bedeutung ist die unzweifelhaft belegte Kölner Herkunft des Gebetbuches. Gemeinsam mit dem Joods Historisch Museum in Amsterdam hat das „MiQua. LVR-Jüdische Museum im Archäologischen Quartier Köln“ das Amsterdam Machsor der Jüdischen Gemeinde Amsterdam abgekauft. Erleichtert wurde die Finanzierung durch großzügige Fördergelder namhafter Stiftungen, aus der Wirtschaft und aus privaten Quellen. Im Auditorium des Joods Historisch Museum in Amsterdam wurde heute der Machsor im Rahmen eines feierlichen Festaktes vor Ort präsentiert und ausführlich erläutert. Für das MiQua ist das ein Einstand ganz nach Maß, befindet sich doch das Museum erst im Aufbau. Es soll voraussichtlich im Jahr 2021 eröffnet werden.

[…]

Das Bonn-Center

Ende eines Wahrzeichens mit Zukunftsaussicht

Wir schreiben das Jahr 1949. Im Jahr nach der Währungsreform befindet sich Deutschland im Wiederaufbau. Am dritten November entscheidet sich der Deutsche Bundestag im Museum König in Bonn gegen Frankfurt als provisorische Hauptstadt der neuen Bundesrepublik. Bonn soll es sein. Für die beschauliche, gemütliche Kleinstadt am Rhein, das „Rentner- und Studentenstädtchen“, bedeutet diese Entscheidung einen heftigen Einschnitt. Südlich der Reuterbrücke wird ein komplettes Parlaments- und Regierungsviertel aus dem Boden gestampft. Im Laufe der Jahre fällt auf, dass es im Parlaments- und Regierungsviertel mit der einer Hauptstadt angemessenen Betriebsamkeit und Optik nicht zum besten steht. Das Bonn-Center muss her, am besten ein Hochhaus mit Einkaufszentrum und Vergnügungsmöglichkeiten. Einen geeigneten Platz findet man am Rande des Regierungsviertels direkt an der Reuterbrücke.

[…]

Großes Kino am Tatort Münster

Thiel und Boerne machen in Kultur

„Gott ist auch nur ein Mensch“ – so lautet der Titel des Tatortkrimis, zu dessen Premiere die Presse in das große Kino am Hafen von Münster, dem CINEPLEX, geladen wurde. Speziell in Münster ist es zum Vergnügen der vielen Tatortfans zur Gepflogenheit geworden, dass einmal im Jahr eine Folge des beliebten Münsteraner Tatorts als Premiere vorab gezeigt wird. Regelmäßig sind sämtliche beteiligten Schauspieler anwesend. Allerdings haben dieses Mal Frederike Kempter (Kriminalkommissarin Nadeschda Krusenstern) sowie Mechthild Großmann (Staatsanwältin Wilhelmine Klemm) aus beruflichen Gründen absagen müssen. Für die Zuschauer ist es ein spannendes Erlebnis, die Presse- und Fotografenmeute aus unmittelbarer Nähe bei ihrer Arbeit zu beobachten.

[…]

Die Grotte von Domme

Ein Dorf auf Tropfstein gebaut

Die Form des Felsplateaus in rund einhundertfünfzig Metern Höhe über der Dordogne bestimmte die Planung von Domme. Beim Bau der Bastide Ende des dreizehnten Jahrhunderts ahnten die Bauherren nicht, dass sich unter den Häusern, Straßen und Wegen ein ausgedehnter Hohlraum befindet. Im Jahr 1912 stolperten zwei Kinder, im Steilhang auf der Jagd nach Vögeln, zufällig in ein Loch im Felsen mit dahinter verborgenen Hohlräumen. Die Entdeckung entpuppte sich als die größte natürliche Grotte des Périgord Noir. Heute gelangt man durch einen eigens angelegten Eingang unterhalb der aus dem siebzehnten Jahrhundert stammenden Markthalle in die Höhle. Geschickt angebrachte Lichtquellen lassen die bei absoluter Dunkelheit gewachsenen Skulpturen im Auge des Betrachters Form annehmen. Unzählige Stalagmiten und Staktiten, an einigen Stellen zu Säulen, zu Stalagnaten vereinigt, haben sich innerhalb von Jahrtausenden gebildet. Die Höhle erstreckt sich leicht abschüssig auf einer Länge von rund fünfhundert Metern im […]

Das Château de Hautefort

Eine Schloss mit turbulenter Geschichte

Wer so durch das Grenzgebiet von Périgord Blanc und Périgord Vert fährt und das Glück hat, auf einer ganz bestimmten Straße an einem ganz bestimmten Punkt vorbeizukommen, dem eröffnet sich ganz plötzlich ein imposantes Bild: Hoch auf einem Plateau oberhalb eines Dorfes thront eine mächtige Burganlage. Oder ist es ein Schloss? Wer das sieht, muss der Sache auf den Grund gehen. Auf den Grund schon deswegen, weil das zugrunde liegende Dorf eines ist, das man sich genau so vorstellt, als eines, das von einer Burg und seinen Herren dominiert wird. Man schaut nach oben und wird vom Ausdruck der Macht einer auf Felsen hochgezogenen Burgmauer beeindruckt.

[…]

Zwanzig Jahre Kölner Tatort

Siebzig Folgen seit 1997

Die Tatort-Serie war als Antwort auf den Kommissar des ZDF gedacht und sollte die ARD-Stahlnetz-Krimis ablösen. Günther Witte, damals Fernsehredakteur und später Fernsehspielchef des WDR, hatte die Idee für eine solche Serie quasi im Auftrag seines damaligen Abteilungsleiters Günther Rohrbach. Im Jahr 1970 fiel die Entscheidung. Allerdings sollten aus wirtschaftlichen Gründen einzelne Folgen auf verschiedene Sender der ARD verteilt werden, so dass die ersten Serienbeiträge keine Eigenproduktionen des WDR wurden. Die erste Tatort-Folge hatte den Titel „Taxi nach Leipzig“ mit Walter Richter als Hamburger Tatortkommissar Paul Trimmel. Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär verkörpern mittlerweile seit zwanzig Jahren die Kölner Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk.

[…]